Sep
22
So
„Schicht im Schacht“
Sep 22 um 16:00 – 18:00

Am 21.12. 2019 wurde die letzte aktive Zeche“ Prosper Haniel in Bottrop geschlossen.
Carsten Rössling und Jürgen Klotz stellen ihr Gesamtobjekt „Schicht im Schacht“ vor
Matthias Reuter und Friedrich Hackstein werden mit Geschichten und Anektoten an die gute Zeit erinnern.

Man kann sagen, dass das Bild vom Bergbau vor allem durch die erfolgreiche Zeit der 1950er Jahre bestimmt war. Damals erhielt er das positive, teilweise heroische Image, das ihm bis heute zu eigen ist”, sagt Heinrich Theodor Grütter. Er leitet das Ruhrmuseum auf der zum Weltkulturerbe aufgestiegenen Zeche Zollverein in Essen. “Der Kohlehunger war immens, Arbeitskräfte wurden gesucht, Bergleute verdienten Spitzenlöhne wie heute bei VW oder Daimler”, beschreibt Grütter die Zeit, als Kohle noch schwarzes Gold war.

Heute ist die Zahl der aktiven Bergleute auf eine überschaubare Gruppe geschrumpft. Auf Prosper-Haniel und der zweiten zum Jahresende (2019) schließenden Zeche in Ibbenbüren im Münsterland arbeiten noch rund 3500 Bergleute. Andreas Stieglan ist einer von ihnen. Wer zu seinem Arbeitsplatz will, muss mit dem Förderkorb 1260 Meter tief in die Erde fahren. Zwölf Meter pro Sekunde rauscht der Korb den Schacht hinunter. Von einem unterirdischen Bahnhof geht es mit der Dieselkatze, einer Hängebahn, Kilometer weit in den Berg. Die Fahrt endet an einem riesigen Hobel, der die Kohle aus dem Gestein fräst. Stieglan hat an dem Ungetüm jahrelang als Aufsichtshauer gearbeitet. Der Hobel steht seit dem Sommer still.

Die Kohlemenge, für die der Bergbau noch Subventionen erhält, war erreicht. Rund 1,8 Millionen Tonnen haben die Bergleute auf Prosper-Haniel in diesem Jahr noch abgebaut, in den 1950er Jahren waren es im gesamten Ruhrgebiet mehr als 100 Mal so viel. Stieglans Gesicht ist vom Kohlestaub verschmiert.

Die Arbeitsjacke hat der 47-Jährige wegen der Hitze längst ausgezogen. Seine Knie stecken in orangefarbenen Kunststoff-Schalen. Aufrecht stehen kann er im Streb nicht, vieles muss kniend gemacht werden – bei Lärm, Staub, Temperaturen an die 30 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit. “Das Hemd klebt eigentlich immer am Körper”, beschreibt Stieglan die Arbeitsbedingungen. “Der ständige Zug ist das Unangenehmste.” Groß beklagen will er sich aber nicht. Jammern gilt in der wortkargen Männergesellschaft unter Tage nicht.

 

Sep
27
Fr
Wir lesen Wein
Sep 27 um 20:00 – 21:30

Wir lesen Wein
Ausstellungseröffnung
Karl-Heinz Voll, stellt neu Arbeiten von Bodo W. Klös zum Thema Wein vor und liest aus seinen Büchern. Friedrich Hackstein liest lustige Weingeschichten. Eintritt frei

Okt
10
Do
48 Jahre London Pub
Okt 10 um 20:00 – 23:00

48 Jahre London Pub,

Kunst, Kultur, Sport und viel, viel Spaß

im Bier und Weinlokal, im Herzen der Stadt

MOTTO: Wohl dem der einen Hacky hat, wie unsre schöne Spargelstadt. Wer denkt : Ach was! Der irrt sich, das Pub ist achtundvierzig! (Stefan Reusch)
Mit den „London Pub Oldies“
Stefanie Titus, Silvia Brown Ralf Bopp, Hans Jürgen Götz, und Helmut Wehe.

Okt
17
Do
Der Teufel trägt Parka Kabarett mit Inka Meyer
Okt 17 um 20:00 – 23:00

Der Teufel trägt Parka
Ein hochkomisches Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie und für eine entspannte Weiblichkeit
Die Botschaft der Mode- und Kosmetikbranche ist klar: »Frauen, ihr lauft aus, werdet alt, seid zu fett und habt zu viele Haare.« Um diesem Makel zu entgehen, klatschen sich schon Grundschülerinnen so viel Wimperntusche ins Gesicht, dass sie an der Schulbank sitzend vornüberkippen. Und der achtzigjährige Senior führt seine kanariengelbe Hippie-Jeans spazieren, dass man sich fragt: »Hat der Mann einen Schlag oder einen Anfall?« Ist doch wahr. Vieles, was wir tragen ist untragbar, erschreckt nur die Katze und regt die Nierenfunktion des Hundes an.
Das alles wird von den Modekonzernen gestickt eingefädelt, damit sich ihre Gucci-Taschen mit unserer Kohle füllen. Die Chemie in den Schuhen macht uns krank, durch die Ananas-Diät sind wir ungenießbar. Aber mit dem Weizengras-Smoothie in der Hand hetzen wir weiter jedem Beauty-Trend hinterher. Und am Ende sind wir schön. Schön blöd. Doch wenn wir an die neunjährige Näherin in Bangladesch denken, dann sollten wir eigentlich gar nicht mehr in den Spiegel schauen.
»Der Teufel trägt Parka« – das neue Kabarettprogramm von Inka Meyer: witzig, relevant und brillant recherchiert. Und dieses satirische Schmuckstück begeistert natürlich auch die Herren der Schöpfung. Denn für die Männer gilt genauso: »Schlägt der Arsch auch Falten, wir bleiben stets die Alten.« Außerdem wird hier endlich Adams uralte Frage geklärt: »Was treibt diese Frau eigentlich so lange im Bad?«
»Es war nicht nur die interessante Thematik, sondern auch die witzige, oft freche und rhetorisch geschliffene Sprache sowie ihr überzeugendes, schauspielerisch-komödiantisches Können, das die Besucher restlos begeisterte und immer wieder auf offener Szene applaudieren ließ.« – Schwarzwälder Bote
»Meyers Humor könnte demokratischer nicht sein: Er nimmt beide Geschlechter gleichermaßen aufs Korn und erzeugt dadurch eine Dynamik im Publikum, die sich durch den Abend zieht. Mal lacht die eine Hälfte mehr, mal die andere.« – Süddeutsche Zeitung
»Deftig und süffisant, dabei authentisch zu sein, sowie Tatsachen auszusprechen, ohne den Zeigefinder zu erheben – das gelang Meyer bestens.« – Barmstedter Zeitung
»Die Atmosphäre in der Kulturschusterei ähnelte einem höchstvergnüglichen Mädelsabend mit Wein und Witz.« – Hamburger Abendblatt
»Inka Meyer findet spielerisch eine Balance zwischen Situationskomik, amüsanter Selbstreflexion und Gesellschaftskritik. Werbeversprechen in Hochglanzbroschüren entlarvt sie genauso wie modische Erwartungshaltungen.« – Die Rheinpfalz

Okt
24
Do
Hacky`s Mixshow mit Gästen
Okt 24 um 20:00 – 23:00

Hacky`s  Mixshow mit Gästen

Nähere Informationen folgen

Nov
7
Do
Dagmar Schönleber | “Respekt von, für und mit Dagmar Schönleber”
Nov 7 um 20:00 – 23:00

Dagmar Schönleber | “Respekt von, für und mit Dagmar Schönleber”
Alle fordern ihn, niemand hat ihn zu verschenken, und angeblich ist er nicht käuflich: Respekt.
Aber wer hat ihn denn wirklich verdient? Was, wenn die Oma, der man in der Bahn den Sitzplatz anbietet, ein Nazi ist? Wie reagieren, wenn Eltern beim Fußballturnier den Schiri verprügeln, weil der eigene Sohn gefoult hat? Und reicht nicht manchmal ein gute Mischung aus Toleranz und Ignorieren? Getrieben vom Wunsch nach Ordnung und Revolution zeigt Dagmar Schönleber, dass die beste Aussicht nicht von der Wetterlage abhängt, sondern von einem klaren Kopf.

In einer Zeit, in der Trolle immer realer und die Politiker immer ungeheuerlicher werden, macht sie sich auf die Suche nach den Anfängen des richtigen Umgangs, und blickt auf die Zukunft des Miteinanders im Durcheinander. Ein Abend zwischen Anstand und Aufstand, Etikette und Ekstase, Knigge und Knast. Dabei gilt wie immer: Die Lebensweisheiten sind frei, während die Gitarre Akkordarbeit leistet. Respekt!
DAGMAR SCHÖNLEBER ist eine Kabarettistin und Liedermacherin aus Köln
Wer sich als gebürtige Ostwestfälin im Rheinland zuhause fühlt, ohne die eigenen Wurzeln zu verlieren, hat ein Talent für Integration. Das zeigt sich auch in allen Programmen der preisgekrönten Kabarettistin, Liedermacherin und Autorin.
Dagmar Schönleber verbindet kluges Kabarett mit frecher Albernheit und Punkrock mit Poesie. Mit einem großen Herz für die kleinen Dinge und komischem Blick auf die Tragik des Alltags zeigt sie, dass „Frauenthemen“ nicht nur für Frauen lustig sind. Dabei ist sie immer Menschenfreundin, es sei denn, es handelt sich um deutsche Popstars.
Seit fast zwanzig Jahren kämpft Frau Schönleber mit Wort, Text und Gitarre im gesamten deutschsprachigen Raum für Qualität und würdevolles Versacken auf allem und um alles, was eine Bühne sein kann.
Sie wurde durch ihre Auftritte in Frau Jahnkes „Ladies Night“ (WDR / ARD), in „Pufpaffs Happy Hour“ (3sat) sowie mit ihrer Rolle als Frau Schochz in der beliebten WDR-Show „Stratmanns“ einem breiteren Publikum bekannt. Außerdem ist sie Präsentatorin der Kölner Lesebühne „Rock’n’Read“.
2018 gründete Dagmar Schönleber zusammen mit Carmela de Feo und Patrizia Moresco die „Sisters of Comedy“. Über 160 Künstlerinnen treten bei dem gleichnamigen Event nun jährlich am 12. November in zahlreichen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz auf und sammeln dabei Spenden für lokale Frauenhilfsprojekte.

Nov
15
Fr
„Wein rockt“
Nov 15 um 20:00 – 23:00

„Wein rockt“
Rotwein schmeckt besser bei Klängen von Jimi Hendrix oder den Rolling Stones.Der Geschmack von Weißwein hingegen wird deutlicher empfunden,wenn er mit Musik von Kylie Minogue oder Tina Turner beschallt wird.
Das jedenfalls glauben schottische Forscher herausgefunden zu haben.

Helmut Kaupe und Friedrich Hackstein werden in einem Selbstversuch diesen Thesen nachgehen, sie erzählen Rockgeschichten; Hacky öffnet seinen Schallplattenschrank und legt die alten Scheiben auf (es lebe das Vinyl)! Dazu gibt es passend neue, leckere Weine.

Nov
21
Do
Limmer wider Lichterglanz
Nov 21 um 20:00 – 23:00

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Sagen wir zumindest. Über Weihnachten sagen wir viel und vieles bleibt bloßer Wunsch.

Die niederbayrische Kabarettistin Andrea Limmer weiß eines jedenfalls ganz sicher: “Apfent, Apfent, da Bärwurz brennt. Erst trinkst oan, dann zwoa, drei, vier, dann haut’s dich mit’m Hirn an d’Tür.”

Doch die Limmerin hat sich auch schon manches gewünscht. Zum Beispiel eine wirklich schöne und lustige Weihnachtszeit. Diese will die aufstrebende Ratschkathl nun ihrem Publikum schenken. Und dafür hat die Limmerin Antworten auf die wichtigen Weihnachtsfragen gesucht: Was war zuerst da: Schachtel oder Geschenk? Wie entgeht man der Hektik, durch die man den Glühwein zu schnell oder zu selten trinkt? Was genau feiert eigentlich ein 60er-Fan bei der Vereinsweihnachtsfeier? Und wie, Herrschaftszeiten, wie entzwuzelt man diese Lichterkette?!

Wenn Sie also einen zünftigen Advent verleben oder sich vom festlichen Stress erholen wollen, dann schwingen Sie sich in Ihren Schlitten und besuchen Sie die große, glimmernde, grantige Weihnachtsrevue voller zünftiger Lieder und charmant-frecher Geschichten von und mit der Limmerin.

P. S.: Glitzer ist im Gesamtpaket enthalten
Pressestimmen:

„Schlussendlich ist mir ein Dämmerschoppen schon lieber als ein Shopping.“ (Christkind, abends in der Limmerischen Küche)

„Wer den Advent mental gesund überleben will, muss in die Limmer-Weihnachts-Show!“
(Krampus, in einer Selbsthilfegruppe für Bösewichte und Wichtel)

„Ich hab mich noch nie so für mich selber geschämt. Jetzt trink ich nur noch fair bezahlte Bergbauernmilch.“
(St. Claus, nach Auflösung seines Vertrags mit Cola)

„So bunt hab ich Weihnachten noch nie gefeiert! Ei, Ei, Ei!“
(Osterhase, an Pfingsten)

Nov
27
Mi
Weihnachtsgarten Eröffnung
Nov 27 um 19:00 – 23:00
Dez
5
Do
“Glühwein-Spezial” Wenn ihr mich schmückt, schmück ich zurück…
Dez 5 um 20:00 – 23:00

Matthias Reuter – Glühwein-Spezial Wenn ihr mich schmückt, schmück ich zurück… Ein Weihnachtsprogramm Matthias Reuter weiß: Gedanken verstecken sich in Getränken. Meistens in alkoholischen Getränken. Ganz unten in der Flasche. Dann muss sich der Mensch an die Gedanken herantrinken. In der Adventszeit verstecken sich die Gedanken im Glühwein. Da haben sie es gut, denn da kriegen sie vom Weihnachtsmarkt nichts mit. Matthias Reuter holt sie aus der Flasche und bringt den Rum ins Theater. So gibt ́s ein Spezialprogramm zur Adventszeit, das man auch mit roter Nase genießen kann. Erst wird die Grundversorgung mit Weihnachtslyrik sichergestellt und dann geht ́s ans Eingemachte: flamencotanzende Weihnachtsmänner, nörgelnde Nikoläuse, umgetauschte Nordmanntannen, dekorative Kabarettchansons mit Klavier und Gitarre und ein Gastgeber, der sich mehr bewegt als der Baum. Wer in diesem Jahr noch kein Weihnachtskabarettprogramm geguckt hat: dieses ist mit depressiven Marzipankartoffeln … Matthias Reuter stammt aus, wohnt und bleibt im Ruhrgebiet in Oberhausen. Studiert hat er auch: Germanistik mit Magisterabschluss, also Kleinkunst-Fachabitur. Seit 2010 kann er davon leben. Sagt sein Vermieter. Bis 2070 muss er davon leben. Sagt sein Rentenbescheid. Und das sagen die Kritiker: „Ob politisches oder literarisches Kabarett, ob Wortbeitrag oder Gesang, Reuter fühlt sich überall zuhause und erntet dafür lautstarken Beifall.“ (Aachener Nachrichten, April 2015) „Trotz der Annahme, dass „es sich auch zu Hause denken lässt“, nahm Matthias Reuter seine Zuhörer mit auf eine gedankliche Reise. Sein viertes Bühnenprogramm „Auswärts denken mit Getränken“ kam ausgezeichnet an. Reuter führte durch einen gelungenen und das Zwerchfell anregenden Abend.“ (RGA, Oktober 2016) „Zum Schluss sitzt Matthias Reuter einfach nur da und tut das, was er auch so manchem politischen Stammtischschwätzer empfiehlt: Er verschweigt seine dummen Gedanken. 50 seien es an der Zahl. Und glücklicherweise hat er in den knapp zwei Stunden zuvor gefühlt fünf mal fünfzig herrliche, skurrile, erhellende, weise und nachdenklich stimmende Gedanken kundgetan. (…) Kaum jemand schafft es derzeit, bundesdeutsche Wirklichkeit derart treffend in abstrusen Szenarien zu überzeichnen wie der Germanist mit Ruhrpott-Bindung“. (WAZ, Juni 2016) www.matthiasreuter.de