Die Geschichte des Alkohols

 26.02.2013 –Lampertheimer Zeitung

 KULTUR Weinprobe mit Lesung und Jazz im „London Pub“

 (nrt). Bacchus, der Gott des Weines und des Rausches aus der griechischen Mythologie, war am Freitagabend Namens- und zugleich Sinngeber einer Veranstaltung im „London Pub“. Unter dem Motto „Bacchus meets Jazz – Jazz meets Bacchus“ hatte Pub-Inhaber Friedrich „Hacky“ Hackstein zu einem Abend der literarischen und musikalischen Freuden rund um das Thema Wein geladen. Neben Wortbeiträgen von Hackstein las Kunsthistoriker und Weinkenner Helmut Orpel eine Geschichte zu den edlen Tropfen. Musikalisch sorgten Matthias Braun und die Musiker von „Nature Swing“ mit Jazzstandards für die richtige Atmosphäre. Dazu gab es verschiedene Rot- und Weißweine zur Verköstigung.

Mit der „Geschichte des Alkohols“ von Stefan Reusch stimmte „Hacky“ die Besucher auf den Weinabend ein. Von der Erfindung des Bieres durch die Sumerer und die Entdeckung der Destillation durch die Alchimisten führte die Geschichte die Zuhörer in die Gegenwart. Nachdem Jesus um 30 n. Chr. Wasser in Wein verwandelt habe, erklärte der Prophet Mohammed Alkohol um 625 n. Chr. zu „Teufelszeug“, gab Hackstein zum Besten. Über die Hochzeit von Ludwig I. und der Entstehung des Oktoberfests spannte der Weinliebhaber den Bogen der anekdotenreichen und zugleich humorvollen Erzählung bis zu aktuellen Debatten in der jüngsten Vergangenheit. Die abschließende Pointe zu FDP-Politiker Rainer Brüderle, der zuletzt durch sexistische Sprüche und seine Vorliebe für Wein Schlagzeilen machte, durfte dabei nicht fehlen. Das Publikum genoss die humorvollen Ausführungen sichtlich.

Auch Helmut Orpel und seiner Erzählung „Surrealistischer Engel“ folgten die Zuhörer amüsiert. Der Protagonist der Geschichte ist darin auf dem Weg Richtung Italien und kehrt unterwegs in ein Gasthaus in Bayern ein. Dort begegnen ihm nicht nur verschiedene Gestalten, sondern natürlich immer wieder ein gutes Glas Veltiner.

Musikalisch bereicherten Sänger Matthias Braun, Saxofonist Tim Lindemann, Günther Baus am Klavier und Peter Schmitz am Bass mit Stücken wie „Days of wine and roses“ das Programm und trugen zu einer ungezwungenen Atmosphäre bei. „Ich erzähle euch jetzt mal was von Wein“, leitete Hackstein seine Geschichten von Kneipenurgestein Paul aus Wattenscheid ein. Bei Musik von „Nature Swing“ und einem Glas der vorgestellten Weine ließen die Besucher den Abend gemütlich ausklingen.